Sonntag, Oktober 25, 2026

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Bau | Immobilien

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt ausgewählte Liegenschaften auf ihre Rolle während des NS-Regimes untersuchen.

BIG Konzernzentrale

Bild: Die BIG-Konzernzentrale im Wiener Prater ist jung, um kontaminiert zu sein. Viele andere Objekte im Eigentum der BIG sind aber sehr wohl (© Markus Schieder) 

Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit von Gebäuden und Infrastrukturen ist in Österreich inzwischen Teil des öffentlichen Diskurses – vor allem bei bekannten Orten des Grauens wie Mauthausen oder dem Spiegelgrund. Weniger beachtet werden hingegen bis heute genutzte Amtsgebäude wie Bezirksgerichte oder Polizeistationen, die ebenfalls zentrale Schauplätze von Terror, Gewalt, Ermordung und Unterdrückung waren und eng mit der Zeitgeschichte Wiens, aber auch mit jener der Landes- und Bezirkshauptstädte verbunden sind. Viele dieser Amtsgebäude befinden sich heute im Eigentum der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

An diesem Punkt setzt das vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung in Kooperation mit der Universität Graz umgesetzte Forschungsprojekt "Kontaminiertes Erbe?" an. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden zunächst 74 Gebäude untersucht. Die Geschichten zu den untersuchten Häusern sind jetzt in einer Online-Landkarte nachzulesen, die laufend erweitert werden soll.

https://kontaminiertes-erbe-bik.lbg.ac.at/

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