Saturday, April 04, 2026

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Optimus Tower ist als österreichischer Konsortialpartner aktiv am EU-geförderten Projekt „5G-BEAM – Entwicklung einer 5G-Infrastruktur entlang des Brennerkorridors für eine europäische automatisierte Mobilität“ beteiligt. Ziel des Projekts ist es, den grenzüberschreitenden Verkehr zu digitalisieren, die Sicherheit auf der Autobahn zu erhöhen und die Region für vernetzte und automatisierte Mobilität vorzubereiten.

CEO Peter Haupt und Christof Braunegg, Business Development, Optimus Tower (Foto: Martin Steiger)

Das EU-geförderte Projekt 5G-BEAM zielt darauf ab, eine durchgehende 5G-Abdeckung entlang des Brennerkorridors sicherzustellen, der sich über 420 Kilometer von Modena in Italien bis Kufstein an der deutschen Grenze erstreckt. Unter der Koordination der Autostrada del Brennero S.p.A. / Brennerautobahn AG arbeiten renommierte Partner wie TIM S.p.A., INWIT S.p.A., das Forschungszentrum MOST mit seiner Zweigstelle an der Universität Neapel Federico II und Optimus Tower auf österreichischer Seite gemeinsam daran, diesen strategisch wichtigen Korridor mit modernster Mobilfunktechnologie zu erschließen.

Nahtlose 5G-Konnektivität von Modena bis Kufstein

Im Zentrum des Projekts steht der Aufbau eines 5G-Standalone-Netzes (SA) mit Edge-Computing-Fähigkeiten auf italienischer Seite, das die dezentrale Datenverarbeitung am Rand des Netzwerks ermöglicht. Dadurch werden hohe Datenraten bei minimaler Latenz gewährleistet – eine Voraussetzung für Echtzeit-Anwendungen wie vernetztes und autonomes Fahren. Auf österreichischer Seite ist Optimus Tower für die Modernisierung der passiven Infrastruktur entlang der Brennerroute zwischen der italienischen Grenze und Kufstein verantwortlich. Die bestehenden Standorte sollen so verbessert werden, dass eine nahtlose Verbindung mit dem italienischen 5G-Netz entsteht und zukünftig aktive 5G-Geräte installiert werden können, um Dienste wie kooperative, vernetzte und automatisierte Mobilität (CCAM) bereitzustellen.

Das Gesamtprojekt hat ein Budget von rund 17 Millionen Euro, der österreichische Anteil liegt bei knapp 5 Millionen Euro, von denen 50 Prozent durch das EU-Förderprogramm „Connecting Europe Facility“ (CEF) gefördert werden. Das Vorhaben startete am 1. Dezember 2025 und ist auf 36 Monate ausgelegt.

Technologische Highlights und Anwendungsszenarien

Das Projekt 5G-BEAM setzt auf modernste 5G-Technologie, Edge-Computing und hybride Kommunikationslösungen, um Vehicle-to-Vehicle- (V2V) und Vehicle-to-Network- (V2N) Funktionen bereitzustellen. Dadurch werden kooperative Fahrszenarien, Echtzeitübertragungen von Infrastrukturinformationen sowie Gefahrenwarnungen für Fahrzeuge möglich, was die Verkehrssicherheit entlang des Brennerkorridors deutlich erhöht. 5G-fähige Sensoren und IoT-Geräte erfassen kontinuierlich Straßen-, Wetter- und Verkehrsbedingungen, unterstützen die Überwachung von Baustellen und ermöglichen die Priorisierung von Einsatzfahrzeugen. Auch erweiterte Floating-Car-Daten tragen dazu bei, dass alle Verkehrsteilnehmenden am Smart-Road-Ökosystem partizipieren können.

Ein zentraler Bestandteil ist das Structural-Health-Monitoring-System, das Brücken, Viadukte und weitere Infrastruktur entlang der Strecke überwacht. Die erfassten Daten werden lokal verarbeitet und über das 5G-Netz an Cloud-Plattformen übermittelt, wo KI-gestützte Analysen und digitale Zwillinge präzise Zustandsbewertungen liefern. Ergänzt wird dies durch die Edge-Cloud-basierte Smart-Roads-Plattform von TIM, die hybride Kommunikationsverfahren unterstützt und sicherstellt, dass auch Fahrzeuge ohne native 5G-Ausrüstung von Echtzeitinformationen profitieren können. Insgesamt ermöglichen diese Technologien eine nahtlose, vernetzte Mobilität und erhöhen Sicherheit, Effizienz und Vernetzung auf der gesamten Brennerroute.

Nutzen für die Region

Mit der verbesserten 5G-Abdeckung profitieren nicht nur der grenzüberschreitende Verkehr und Logistikunternehmen, sondern auch die Bevölkerung in Tirol. Echtzeit-Verkehrsmanagement, schnellere Notfallreaktionen, reduzierte Staus und sichere Baustellenbereiche erhöhen die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Zudem schafft die verlässliche, unterbrechungsfreie Konnektivität entlang der Autobahn eine Grundlage für innovative Mobilitätsdienste und stärkt die wirtschaftliche Vernetzung über die österreichisch-italienische Grenze hinweg.

Peter Haupt, CEO von Optimus Tower, betont: „Wir freuen uns, dass wir unser Know-how in diesem EU-geförderten Projekt einbringen können und damit die Mobilität der Zukunft aktiv mitgestalten. Unser Beitrag sorgt dafür, dass die 5G-Abdeckung entlang der Brennerroute sowohl für die Wirtschaft als auch für die Menschen in der Region greifbare Vorteile bringt.“

Christof Braunegg, verantwortlich für Business Development bei Optimus Tower, ergänzt: „Die Modernisierung unserer passiven Infrastruktur auf österreichischer Seite bildet das Rückgrat für die geplanten 5G-Dienste. Wir schaffen die Grundlage, damit grenzüberschreitend von Italien bis nach Kufstein modernste 5G-Technologien eingesetzt werden können, die Sicherheit, Effizienz und Innovation im Verkehr erhöhen.“

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