Saturday, January 31, 2026

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Im Forschungsprojekt CEScaleUP entwickelt das AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit der Technischen Universität Wien, dem Forschungsverband der österreichischen Baustoffindustrie (FBI) und Meixner ZT ein digitales Ökosystem, das den nachhaltigen Einsatz von Baumaterialien vorantreibt und die Wiederverwertung von Bauteilen erleichtert.

Bild: iStock

„Mit CEScaleUP wollen wir eine Brücke zwischen Forschung und Praxis schlagen – und damit echte Transformation ermöglichen,“ erklärt Gundula Weber, AIT-Expertin für Digitalisierung am Bau. „Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen durch digitale Werkzeuge und neue Geschäftsmodelle zu stärken.“

Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines standardisierten digitalen Logbuchs für Gebäude, das den gesamten Lebenszyklus von Bauteilen dokumentiert. Mithilfe von Orthofotos und KI-gestützter Analyse sollen Bauteile teilautomatisiert erfasst und ihr Wiederverwertungspotenzial bewertet werden. Die Lösung ist BIM-kompatibel und soll künftig auch die Nachfrage nach Sekundärbaustoffen stimulieren. „Nur wenn Daten verfügbar sind, können Angebot und Nachfrage nach wiederverwendbaren Materialien zusammenfinden. Das schafft wirtschaftliche Anreize und reduziert gleichzeitig die Umweltbelastung,“ so Weber. „Langfristig stärkt das auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich.“

Die Kombination aus technologischer Innovation, praxisnaher Anwendung und strategischer Standardisierung im Projektteam soll ein neues Prozessverständnis im Bauwesen etablieren – und damit den Weg für eine zirkuläre Bauwirtschaft ebnen. Das Projekt adressiert zentrale Themen wie die BIM-fähige, KI-gestützte Erfassung von Bauteilen mittels Orthofotos, die Entwicklung eines digitalen Logbuchs für Planung, Bau und Rückbau, die quantitative Bewertung der Kreislauffähigkeit von Bauteilen im Gebäudebestand sowie die Entwicklung skalierbarer Geschäftsmodelle für Sekundärbauteile und -materialien.

Eventtipp:
Auf der "CirCon 2026" am 26. 1. 2026 in Wien diskutieren Expert:innen aus Forschung, Industrie und Politik über ressourcenschonende und nachhaltige Lösungen und Chancen für den Bausektor (Link).

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