Atos: wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends der nächsten Jahre

Atos: wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends der nächsten Jahre Foto: Thinkstock

Mit „Journey 2024 - Redefining Enterprise Purpose“ präsentiert Atos die jüngste Thought-Leadership-Publikation seiner Scientific Community, die Atos‘ Vision vom Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Technologie enthält. Sie wirft einen Blick auf jene Technologie- und Geschäftstrends, die in den nächsten vier Jahren große Umbrüche mit sich bringen und Unternehmen prägen werden.

Dieser Bericht stützt sich auf umfangreiche Forschungsarbeiten der Atos Scientific Community, einem globalen Netzwerk von 160 SpitzenwissenschaftlerInnen, IngenieurInnen und VordenkerInnen aus der gesamten Atos-Gruppe.

Unternehmensausrichtung nach COVID-19 neu definieren

Mit dem Eintritt in die Post-COVID-Ära sehen sich Unternehmen mit den Auswirkungen großer Veränderungen und Unsicherheiten konfrontiert. Der Bericht regt Unternehmen daher an, die Gültigkeit konventionellen Denkens sowie ihrer Ausrichtung zu überdenken, um auch künftig am Markt bestehen und wachsen zu können.

  • Potential“: Ausschöpfung des vollen Potenzials digitaler Technologie, das über die reinen technischen Möglichkeiten digitaler Systeme, Prozesse und Entwicklungen hinausgeht. Dies darf jedoch nicht auf Kosten von Aspekten wie Privatsphäre, Sicherheit oder ethischen Werten gehen. So sollte beispielsweise Künstliche Intelligenz stets menschenzentriert, verständlich und demokratisch konzipiert sein.

  • Collective“: Die inzwischen weitverbreitete Nutzung kollaborativer Technologien zur Zusammenarbeit bewirkt zielgerichtetes, „kollektives“ Arbeiten in Teams und fördert eine bottom-up-Arbeitsweise – ähnlich wie beim Swarm Computing werden durch das „kollektive Handeln“ Entscheidungen nahe am Geschehen getroffen. Diese Teams schaffen ein Klima der Zugehörigkeit und gegenseitigen Unterstützung und sind zudem in der Lage, Randgruppen miteinzubeziehen. In der Post-COVID-19-Ära sollten Unternehmen daher traditionelle, obsolete Strukturen überdenken und sich mehr in Richtung flacher Hierarchien und Ad-hoc-Teams orientieren.

  • Consensus“: In den vergangenen Jahren konnten wir beobachten, wie große digitale Plattformen das Vertrauen der Öffentlichkeit verlieren. Zudem ist es heute besonders schwer, überhaupt Vertrauen aufzubauen. Vielmehr hat sich inzwischen eine Art „Konsens der kritischen Masse“ etabliert, der das Vertrauen der Öffentlichkeit in ein Unternehmen oder eine Technologie widerspiegelt. Unternehmen müssen sich daher genauestens überlegen, wie sie einen solchen Konsens aufbauen und aufrechterhalten können – gerade in einer sich ständig wandelnden digitalen Welt. So sollten laut Bericht auch Emotionen wie Hoffnungen oder Ängste in Bezug auf Technologie bereits bei der Entwicklung mitbedacht werden, um einen solchen Vertrauenskonsens zu erreichen.

Neue Norm oder kontinuierliche Veränderung?

Wenn wir auf die Zeit nach der Krise blicken, bleibt abzuwarten, ob Unternehmen und Gesellschaft zu einer neuen Norm übergehen oder ein Kontinuum von Veränderungen erleben werden, die regelmäßige Anpassungen erfordern. Diese Veränderungen könnten sich durch die Neugestaltung von Lieferketten und Wertschöpfungsökosystemen, neue Ansätze für Datenschutzbestimmungen, neue Geschäftspartnerschafts-Modelle und disruptive M&A-Aktivitäten vollziehen. Sie könnten auch einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschafts-Modelle sowie eine beschleunigte Adaption von Technologien mit einer Verlagerung hin zu Remote Working und dem Ausbau technologiegestützter Kompetenzen beinhalten.

Die neue Norm muss eine Neubewertung dessen beinhalten, was als wesentlich erachtet wird und was als unnötiger Luxus abgetan werden kann – was wiederum zu einer Neubewertung der Ausrichtungen führt, die Unternehmen, Regierungen und gesellschaftlichen Aktivitäten zugrunde liegen.

Mit dem Eintritt in die Post-COVID-Ära werden Unternehmen mit einer ‚neuen Normalität‘ konfrontiert, die mit Chancen und Veränderungen einhergehen wird. Es besteht jedoch die Notwendigkeit, die Relevanz und die Auswirkungen auf Unternehmen neu zu bewerten. Dazu gehört eine ausgewogenere Perspektive auf Werte und wirtschaftliche Triebkräfte, um die langfristigen Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Gleichstellung, Sicherheit und die ethischen Auswirkungen der IT anzugehen“, erklärt John Hall, Chefredakteur der Atos Scientific Community.

 

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