Innovation als Chance

Foto: »Innovation entsteht dort, wo Pluralität gelebt wird und Teams interdisziplinär arbeiten.« Foto: »Innovation entsteht dort, wo Pluralität gelebt wird und Teams interdisziplinär arbeiten.« Foto: Zühlke Österreich

Corona zeigt, wie schnell Unternehmen »shiften« müssen, um in Krisen überlebensfähig zu sein.

Ein Kommentar von Nikolaus Kawka, Zühlke Österreich

Es war die beste Zeit, es war die schlechteste Zeit. Es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit«, schrieb Charles Dickens einst in seiner »Geschichte aus zwei Städten«, als sich sein Leben im Umbruch befand. Ausnahmesituationen führen oft dazu, in Extreme zu verfallen. Krisen bergen aber immer auch Chancen und lassen uns erkennen, was wirklich wichtig ist.

Es scheint noch gar nicht lange her zu sein, als wir das erste Mal das Wort »Corona« hörten und vielleicht noch mit Influenza vergleichbar hielten – in kürzester Zeit wurde uns klar, dass sich die Lage deutlich ändern würde.

Früh sind wir daher bei Zühlke Österreich ins Homeoffice gewechselt und konnten sofort wie gewohnt weiterarbeiten, weil wir, bedingt durch unsere Erfahrungen, wenig Hürden hatten. Täglich erlebe ich aber, wie viele Unternehmen diese Situation hart und unvorbereitet getroffen hat. Einige mussten von einem auf den anderen Tag gänzlich schließen, andere plötzlich neue Wege finden, um ihr Geschäft online aufrecht zu erhalten, andere konnten schlichtweg ihre MitarbeiterInnen nicht ins Homeoffice schicken, weil sie infrastrukturell nicht dafür gewappnet waren.

Quer durch Branchen, unabhängig von der Größe, kleine und mittelständische Unternehmen, alle hat es getroffen. Die wenigsten Unternehmen waren auf einen Einschnitt dieser Größenordnung wirklich vorbereitet, trotzdem navigieren einige gefühlt ruhiger durch die Krise als andere. Welche Faktoren wirken hier unterstützend?

Ein Buzzword beweist seinen Wert

»Agilität«, mit bunten Post-It-Sessions verbunden und oft als Buzzword aus dem Management- und Consulting-Jargon verschrien, erlebt spätestens jetzt eine andere Form der Wertschätzung. Wenn der Wandel zur Norm wird, benötige ich als Unternehmen die Fähigkeit, eine nachhaltige Basis für rasche Skalierung und neue Geschäftsmodelle zum Beispiel über digitale Plattformen zu schaffen.

In der Krise heißt das, noch rascher und flexibler auf Veränderungen reagieren, Ideen noch schneller auf den Markt bringen, Innovationen für das Gemeinwohl entwickeln, einsatzfähig bleiben. Selbst wenn alle Maßnahmen greifen, unsere Arbeitsrealität wird längere Zeit eine andere bleiben, die generellen Herausforderungen der digitalen Transformation bleiben ebenso weiter bestehen.

Die Krise als Katalysator

In jeder Krise steckt eine Chance – Corona zeigt, wie schnell Unternehmen »shiften« müssen, um in Krisen überlebensfähig zu sein. Es reicht nicht, nur Laptops für alle MitarbeiterInnen bereitzustellen, damit sie remote arbeiten können. Gerade jetzt ist es wichtig, Strukturen aufzubauen, die verständlich, transparent und flexibel sind – von der internen bis zur externen Kommunikation, von der Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und Stakeholdern. Die Schwachstellen in digitalen Arbeits- und Geschäftsmodellen werden gerade gnadenlos aufgezeigt – nutzen wir die Chance, die sich darin offenbart.

Im Rahmen einer Pandemie geht es nicht nur um Schnelligkeit. Logistik und Transport ändern sich, die Zusammenarbeit über alle physischen und virtuellen Grenzen hinweg erfordern digitale Plattformen. Die Entwicklung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 geht bereits jetzt mit nie gekannter Geschwindigkeit voran, bestehende Medikamente werden auf ihre Tauglichkeit im Kampf gegen das Virus getestet und neue entwickelt. Zusätzlich zu neuen Daten- und Berechnungsmodellen braucht es auch neue Testgeräte und medizinische Geräte, die mit der Unterstützung durch Projektteams mit technischem Know-how entwickelt werden können.

Innovation entsteht nicht in PowerPoint-Folien, sondern dort, wo Pluralität gelebt wird und erfahrene Teams interdisziplinär arbeiten. Besonders jetzt ist es wichtig, nicht in Insellösungen zu denken. Wir können Unternehmen mit 50 Jahren Erfahrung und einem weltweiten Netz an ExpertInnen unterstützen, schnell und skalierbar ein digitales Ökosystem zu schaffen und gemeinsam wirtschaftlich erfolgreiche Produkte und Services und neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln.

back to top