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Mehrwert für ManagerInnen

Die dritte Plattform

Der mobile Arbeitsplatz verändert die IT-Infrastruktur eines Unternehmens bezüglich Datenhaltung, Sicherheit und Verwaltung: Die Anforderungen der sogenannten dritten Plattform erfordern neue Konzepte und Strategien: weg vom Rechenzentrum hin zu adaptiven Infrastrukturen. Was bedeutet das?

Drei Themen prägen gemäss Analysten wie Gartner, Forrester und IDC dieses Jahr den Markt. Es ist der mobile Arbeitsplatz, Cloud Computing und Big Data. So werden gemäss IDC die weltweiten Ausgaben für die IT im Jahr 2013 um 5,7 Prozent auf über 2 Billiarden Dollar wachsen. Über 50 Prozent dieses Wachstums macht die Zunahme der Verkäufe von Tablets, Smartphones und anderen mobilen Geräten aus. Der zweite stark wachsende Bereich ist der Markt für Cloud Computing, da sind gemäss Gartner und Forrester zweistellige Wachstumsraten zu erwarten. Betrachtet man lediglich die Wachstumszahlen, explodiert zwar der Markt für Big Data – es ist von bis zu 58 Prozent Wachstum dieses Jahr die Rede. In absoluten Zahlen jedoch bestimmt dieses Thema die Marktentwicklung nicht im selben Ausmass wie die anderen beiden Themen Mobile und Cloud Computing, auch wenn in den nächsten Jahren der Job als Data Scientist sehr gefragt sein dürfte.

Was sich ändern wird
Die reinen Verkaufszahlen von mobilen Geräten sind nur ein Ausdruck einer Veränderung, die sich über die letzten Jahre angebahnt hat und nun langsam, aber sicher zum Mainstream wird: das mobile Arbeiten. Fixe Arbeitsorte mit fixen Arbeitszeiten sind rückläufig – bereits heute setzt laut der Ende des letzten Jahres durchgeführten Studie "Workplace of the Future: a global market research report" der Firma Citrix knapp die Hälfte aller Unternehmen mobile Arbeitsmodelle ein. Motivation dafür ist die Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte durch flexible Arbeitsangebote und die Reduktion von Miet-, Reise- und Personalkosten. Diese Flexibilität bezieht sich auf die Zeit, den Ort und das Arbeitsgerät. Und genau in diesem Jahr wird das mobile Arbeitsgerät den PC als Zugriffsinstrument auf das Netz ablösen. Wir werden somit mehr und mehr unser eigenes Gerät als Arbeitsinstrument einsetzen.

Gemäss der Studie "The consumerization of IT – The next-generation CIO", die im November 2011 vom Center for Technology and Innovation der Firma PWC herausgegeben wurde, ist der Anteil der privaten Geräte, mit denen auf Unternehmensanwendungen zugegriffen wird, bereits im Jahr 2011 auf 40 Prozent gestiegen. Das alles hat weitreichende Konsequenzen für die Infrastruktur einer Unternehmens-IT.

Die Konsequenzen
Der Begriff "Consumerization of the IT" umschreibt den zunehmenden Einfluss der Technologie, die für den Endkunden auf den Markt kommt, auf die IT-Abteilungen der Unternehmen. So wird beispielsweise die Verbreitung von Windows, als dominierendes Betriebssystem für Endgeräte, bedrängt durch die Tatsache, dass weit mehr mobile Geräte auf Basis von iOS und Android verkauft werden als solche auf Basis von Windows 8. Die Dominanz des Windows-PCs als Standard im Unternehmen endet gemäss Gartner bereits in diesem Jahr – abgelöst durch eine Vielzahl von Umgebungen, die von der IT unterstützt werden müssen. Doch damit nicht genug. Die klassischen Anwendungen der betrieblichen Informatik verändern sich in Richtung Mobile Apps. Dasselbe gilt auch für die Infrastruktur, die notwendig ist, um dieses System zu implementieren und zu betreiben. Unternehmenseigene App-Stores werden für grössere Firmen zur Notwendigkeit, wenn sie der Vielzahl der Endgeräte gerecht werden wollen. Die Veränderung der Softwareverteilung geht mit einer Veränderung der notwendigen Infrastruktur für den Betrieb der Anwendungen einher. Zur Verbindung von mobilen Anwendungen und cloudbasierten Diensten äussert sich Forrester für das Jahr 2013 wie folgt: «Cloud & Mobile become one.» Dies ist die ideale Lösung, um den sich ständig verändernden Anforderungen mobiler Unternehmensanwendungen gerecht zu werden. IDC prognostiziert aus diesem Grund eine starke Zunahme der PaaS-Angebote (Public-Platform-as-a-Service) und eine Anpassung von cloudbasierten Branchenangeboten. So sollen sich PaaS-Angebote zu Massenprodukten entwickeln, die in Kombination mit SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service) die Basis für branchenorientierte Business-iClouds bilden.

Die dritte Plattform
Soll die IT-Infrastruktur eines Unternehmens mit den aktuellen Entwicklungen des mobilen Arbeitens mithalten, so ist eine neue Beweglichkeit gefragt – eine Beweglichkeit hinsichtlich Zeit, Ort und Geräteunterstützung. Diese bewegliche IT-Infrastruktur wird von Frank Gens, Chief Analyst bei IDC, unter dem Begriff "dritte Plattform" zusammengefasst. Diese dritte Plattform erweitert die bestehenden zentralen IT-Infrastrukturen eines Unternehmens, im Gegensatz zur ersten Plattform (Mainframe-Technologie) und zweiten Plattform (Desktop-Unterstützung). Die IT-Infrastrukturen werden zur Grundlage für die Bereitstellung und den Betrieb von mobilen Anwendungen. Diese basieren auf einer Kombination von Cloud-Computing-Services, sozialen Netzwerkmechanismen, modernen mobilen Netzwerken und zentralen unternehmenseigenen IT-Infrastrukturen.

Worauf ist zu achten?
Der Weg vom Rechenzentrum hin zu beweglichen Infrastrukturen bedeutet Veränderungen auf der Ebene der Datenhaltung, der Sicherheit und der Verwaltung der IT-Systeme. Mobiles Arbeiten bedeutet in vielen Fällen, mit unternehmenskritischen und unternehmensrelevanten Daten zu arbeiten. Diese Daten müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, somit verfügbar rund um die Uhr und rund um den Globus. Dies muss in einem ständig wachsenden Umfeld von strukturierten und vor allem unstrukturierten Datenmengen gewährleistet sein. Die Datenhaltung und die Datenbereitstellung über die internen Rechenzentren hinaus werden zu zentralen Aufgaben der IT. Damit verbunden sind neue Sicherheitsaspekte. Das mobile Arbeiten per se bringt bereits zusätzliche Anforderungen hinsichtlich der Verschlüsselung und ferngesteuerten Löschung lokaler Daten mit sich. Darüber hinaus kommt die Notwendigkeit verbesserter Aufklärung bezüglich Passwortstärke und anderer Sicherheitsrisiken im Mobile Computing hinzu. Zu guter Letzt darf je nach Aufenthaltsort des mobil arbeitenden Personals auf bestimmte Daten gar nicht mehr zugegriffen werden. Mit anderen Worten dürfen sie an bestimmten Orten aufgrund gesetzlicher Regelungen auf keinen Fall sichtbar sein. Die Art und Weise, wie IT-Systeme verwaltet werden, wird sich dadurch vollständig verändern. Eine Kombination aus zentralen Infrastrukturen mit global verteilten Diensten und Endgeräten, die sich ständig und rund um die Uhr an einen anderen Ort befinden, unterscheidet sich grundlegend von der traditionellen IT-Infrastruktur. Diese ist auf das Firmengelände und Büroarbeitszeiten beschränkt. Das Spektrum der verschiedenen Systeme und Systembestandteile wächst mit den Anforderungen des Mobile Computing.

Die Zukunft der adaptiven Infrastrukturen
Die adaptiven Infrastrukturen oder auch die «dritte Plattform», wie IDC die Unternehmens-IT der Zukunft nennt, bedingen die Integration einer Vielzahl von Technologien. Verschiedene Hersteller versuchen mit sogenannten integrierten Ecosystemen Lösungen für adaptive Infrastrukturen zu bieten. Sie bestehen aus Appliances, Cloud-Diensten und mobilen Anwendungsplattformen. Dabei spielen die spezialisierten Appliances eine wichtige Rolle als Verbindungselement zwischen bestehender und neuer Infrastruktur. Deren Einsatz soll die Betriebskomplexität und damit auch die entsprechenden Kosten reduzieren, bei gleichzeitiger Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Die Cloud-Dienste sollen den Einkauf und die adaptive Nutzung zentraler Services vereinfachen. Die mobilen Anwendungsplattformen erlauben dabei die Bereitstellung der neuen Generation von Anwendungen für eine Vielzahl von
mobilen Geräten. Das integrierte Ecosystem ermöglicht eine Kontrolle der adaptiven Infrastrukturbestandteile.

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22.000 Smart Meter in Schweden

Bis zum Jahr 2020 müssen laut EU 80 Prozent aller Stromzähler beim Endverbraucher getauscht werden. Statt der alten Zähler kommen sogenannte "Smart Meter" zum Einsatz, die im Viertelstundentakt den Stromverbrauch jedes einzelnen Stromkunden aufzeichnen, um dadurch genaue Daten zu liefern, wann besonders viel oder sehr wenig Strom verbraucht wird. 4,5 Millionen Stromzähler gibt es derzeit in Österreich, 1,4 Millionen davon alleine im Großraum Wien.

Was jetzt so einfach klingt, ist allerdings in der Umsetzung eine große logistische Herausforderung für alle beteiligten Unternehmen. Die Vorbereitung auf den Tausch muss natürlich perfekt geplant und dann effizient umgesetzt werden. Techniker werden eigens dafür ausgebildet und Termine für den Tausch der 4,5 Millionen alten Stromzähler koordiniert.

In vielen Teilen Europas ist Tieto führender Dienstleister für IT-Services und Product-Engineering und kompetenter Partner, der ein solches "Rollout" auch bereits in Nordeuropa erfolgreich abgeschlossen hat. Im April 2012 wurde dazu ein Rollout von 22.000 Smart Meter in Süden Schwedens begonnen - und erfolgreich durchgeführt, wie es in einem Bericht heißt:

"The roll out was delivered on time and within budget on the 30th of November 2012. Tieto was responsible for planning, making all necessary end customer appointments, logistics of the meters, changing the meters in the field and secure that the meters are operational after installation. To do this we used a sub contracted field operator for the field services, the rest was run as a Tieto in house operation.

There are a lot of challenges pulling off a project like this, why we have used all the experience that we have to prepare carefully and set up a few quality KPI’s;

  1. No or very few end customer complaints
    Usually end customer complaints could be a huge problem due to quality issues in communication and in the field.
    Result: There was an unusual low level of end customer complaints and of very low significance.

  2. High hit rate and customer appointments
    It is very difficult to secure that the customer is really home when appointed. Normally a result close to 90% is considered good.
    Result: Extremely high 96% hit rate of the customer opening the door for our field operators when appointed.

  3. Low number of “clean ups”
    Normally a number of meters does not communicate after installation, why “clean up” is needed.
    Result: We only needed to do clean up on 108 meters, which is a really low number.

EU-Vorgabe umsetzen
Die EU hat die Vorgabe erteilt, dass in allen Mitgliedsländern die alten Stromzähler gegen die neuen „Smart Meter“ getauscht werden müssen. In Österreich ist die E-Control dafür zuständig, diese Richtlinie in österreichisches Recht umzulegen und die Rahmenbedingungen zu schaffen. Bis zum Jahr 2018 sollen in Österreich bereits 95% der alten Zähler gegen neue „Smart Meter“ ausgetauscht werden.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Das Verschwinden einer Grenze

Mit »Metro« hat Microsoft die Benutzerschnittstelle des Betriebssystems Windows vollständig neu gestaltet und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Urbanität vollzogen. Wir alle werden in naher Zukunft anders arbeiten.

Vor kurzem hat Steven Sinofsky, der Präsident der Windows-Division von Microsoft, bei der Entwicklerkonferenz Build in Kalifornien das neue Betriebssystem Metro mit den Satz »Wir haben Windows neu erfunden« vorgestellt. Und tatsächlich – das Betriebssystem ist gegenüber der Version 7 vollständig überarbeitet worden. Neben einer Vielzahl von Änderungen und Erweiterungen gegenüber der Vorgängerversion – es sollen mehr als 1700 sein – sticht vor allem eine Neuheit heraus: das User Interface.

»Metro Style« wird die neue Benutzerschnittstelle genannt. Sie kann vollständig mit den Fingern bedient werden und ist auf den ersten Blick ein Graphic User Interface (GUI) für Tablets und Smartphones. Bei genauerem Hinsehen entpuppt  sich die scheinbar einfache Oberfläche als mächtiges und flexibles Instrument, welches nicht nur eine universelle Bedienung auf allen Arten von Geräten erlaubt, sondern auch eine Reihe von überaus innovativen Grundmechanismen bereitstellt, die über das Marktübliche weit hinausgehen. So sind beispielsweise nicht nur alle Programme, die unter Windows 7 laufen, auch unter Windows 8 lauffähig – nein, mit wenigen Änderungen können zusätzlich die neuen Features (Appstore, Virtualisierung, Kommunikation mit anderen Anwendungen und viele andere mehr) genutzt werden.

Das Konzept des »Urban Working« hat Microsoft Office Labs bereits vor Jahren im Video »Microsoft Office Labs Vision 2019« wunderbar illustriert. Der wesentliche Punkt ist die Tatsache, dass unsere Anwendungen und unsere Daten uns begleiten werden und nicht die Geräte. In diesem Zusammenhang kann auch vom Verschwinden des Computers als sichtbares Gerät gesprochen werden. Windows 8 und das Metro Style GUI zeigt heute bereits auf, wie über verschiedenste Geräte hinweg mit ein und derselben Anwendung auf dieselben Daten unabhängig vom Ort zugegriffen werden kann. »Bring your own device (BYOD)« ist mit Windows 8 kein Thema mehr. Bereits heute können bestehende Desktopgeräte oder Laptops mit dem Windows 8 Metro Style User Interface für den Alltag im Geschäft eingesetzt werden. Dieselben Anwendungen, die wir in der Firma nutzen, können von zu Hause oder von unterwegs von Tablet PCs oder Smartphones aus bedient werden. Unsere Daten sind sicher und gut kontrollierbar in der Cloud gespeichert und universell verfügbar.

Die Geräte werden wir noch nicht zum Verschwinden bringen, aber doch die leidige Grenze zwischen Arbeitsplatz und Leben. Freuen wir uns darauf.

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Persönlicher Coach

Die Kolumne zu E-Health und neuen Diensten. E-Health, einmal ganz menschlich. Oliver J. Wolff, Massive Art, beschreibt einen betont persönlichen Ansatz beim Monitoring von Vitaldaten.

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Intelligent wohnen, Energie gewinnen

Smarte Energieversorgung und ein flexibles Wohnkonzept bilden das Fundament eines »Plus-Energie-Hauses« in Hard in Vorarlberg.

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Flexibilität statt starre Angebote

Outsourcing kommt vom reinen Manöver zur Senkung von Kosten weg und wird zur strategischen Initiative. Zentrales Element ist die Flexibilisierung des Sourcing.

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren die Prozesse für den operativen Betrieb ihrer Informationssysteme neu organisiert. In den meisten Fällen werden Services auf Basis der Best Practices der IT Infrastructure Library (ITIL) geführt und organisiert. Zusätzlich sind im Rahmen der Anstrengungen zur Kostenkontrolle Instrumente und Prozesse für das operative IT-Controlling eingeführt worden. Anforderungen werden in Service Level Agreements (SLA) formuliert und vertraglich festgelegt. Diese SLAs sind in den meisten Fällen einmalig festgelegt worden. Sie werden durch das IT-Controlling und eventuell sogar durch gezielte Audits geprüft, jedoch nur selten oder gar nicht den unternehmerischen Changeprozessen angepasst.

Heute formulieren immer mehr Unternehmen die Anforderungen an die IT-Infrastruktur so, dass die IT Garantien bezüglich der Servicequalität abgeben muss. Um diese Garantien zu erfüllen, werden oftmals externe Leistungserbringern als Sourcingpartner herangezogen. Diese Praxis des Sourcing von IT-Dienstleistungen, also der längerfristige externe Bezug, hat sich in den letzten zehn Jahren zum Standard etabliert. Die meisten Unternehmen beziehen externe Leistungen, um die Bereitstellung und den Betrieb ihrer Informationssysteme zu gewährleisten. In der Praxis hat sich eine Vielzahl von Sourcingmodellen durchgesetzt. Zunehmend werden auch neue Modelle wie beispielsweise Shared Service Center entwickelt, um Informationssysteme zu betreiben.

Der tägliche operative Betrieb
Die Unterstützung von Geschäftsprozessen durch Informationssysteme ist zur alltäglichen Selbstverständlichkeit in allen Betrieben geworden. Die eingesetzten Informationssystem und deren Komplexität fallen erst dann auf, wenn sie ausfallen. Jede IT-Betriebsorganisation ist darauf ausgelegt, mit proaktiven Aktivitäten diesen Ausfall zu vermeiden, respektive mit reaktiven Tätigkeiten schnell zu reagieren. Die proaktiven Aktivitäten umfassen zum Beispiel Upgrades von Applikationen, Operating System Releases, Security-Patches, Hardware- und Firmware-Upgrades. Diese Aktivitäten sind absehbare Tätigkeiten die zu geplanten Ausfallzeiten während Wartungsfenstern führen. Die reaktiven Maintenance-Aufgaben sind jedoch nicht planbar. Sie umfassen im weitesten Sinne Reparaturarbeiten, die aufgrund von Hardwarefehlern, Netzwerk- und Stromunterbrüchen und nicht zuletzt auch durch Fehler des Personals oder in der Bedienung des IT-Services verursacht werden. Beiden Tätigkeiten ist hierbei jedoch gemeinsam, dass die Anforderungen an den IT-Service in der Menge und Ausprägung der notwendigen Spezialisierung über die Zeit stark abweicht.

Die meisten Unternehmen haben zu einem gegebenen Zeitpunkt entweder zuviel oder zuwenig Maintenance-Personal oder aber zuwenig oder nicht die benötigten Skills verfügbar. Besonders im Rahmen von ungeplanten Ausfällen sind dann die nötigen Qualifikationen und Erfahrungen nicht zeitnah verfügbar. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit einer Verwaltung und eines Unternehmens aus. Die Flexibilität, die es braucht, um der Nachfrage nach IT-Services als Funktion der Zeit folgen zu können und dabei die nach wie vor steigende Komplexität des betrieblichen Ausnahmefalles professionell zu beherrschen, stellt hohe Anforderungen an das Sourcingmodell des Unternehmens und wird durch das klassische Outsourcing nicht abgedeckt.

Die Lösung: Flexible Managed Services
So wie sich die Just-In–Time (JIT) Produktion längst in der Industrie durchgesetzt hat, so werden in Zukunft auch Anstrengungen unternommen werden, IT-Infrastrukturen als Flexible Managed Services bereit zu betreiben. Während die Hardwareindustrie mit "OnDemand Computing" und "Utility Computing" bereits über entsprechende Modelle verfügt, sind die meisten Sourcingmodelle in dieser Hinsicht noch relativ unflexibel. Der Bedarf an IT-Services, die dem planbaren aber auch dem nicht planbaren Bedarf an operativen Kapazitäten folgen können, wird klar steigen. Soll das Sourcing von IT-Services optimal den Bedarf decken, so sind weit mehr als eine ITIL-basierende Prozessorganisation mit definierten SLAs erforderlich; Es sollte ein genügend großer Pool von flexiblen Ressourcen mit breitem und spezialisiertem Wissen, welches rasch verfügbar ist, vorhanden sein.

Außerdem ist die Nähe zum Kunden für die schnelle Reaktionszeit und das lösungsorientierte Handeln, Mitarbeitende, die sich ständig weiterbilden und somit immer auf dem neuesten Wissensstand sind und eine Organisation, die sowohl den Aufbau der Applikationen mit den darunter liegenden Komponenten (Datenbanken, Operating Systems, Netwerke und Sicherheits-Problematiken) beherrscht und deren Komplexität im Umfeld des Kunden ganzheitlich versteht, erforderlich. Outtasking als Umsetzung von Managed Services ist die ideale Basis dafür.

 
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