Rekordarbeitslosigkeit gemeinsam bekämpfen

Rekordarbeitslosigkeit gemeinsam bekämpfen

Die Baubranche ist 2020 noch gut ausgelastet – Aufträge werden abgearbeitet. 2021 braucht der Bau aber dringend Konjunkturpakete. Ein Kommentar von Abg. z. NR Josef Muchitsch, GBH-Bundesvorsitzender

Ds kommt leider wie befürchtet. Wenn keine raschen Konjunkturpakete seitens der Regierung kommen, folgen nach der Kurzarbeit die Kündigungswellen.
Die Firma Umdasch plant, die Kurzarbeit zu beenden und rund 300 Beschäftigte abzubauen. Beim Flugzeugzulieferer FACC sind 650, bei MAN 2.300 Stellen in Gefahr. Bei Swarovski werden 1.800 und bei ATB 360 Kündigungen ausgesprochen. Und es ist kein Ende in Sicht.

Die Kündigungswelle ist nun leider auch in den Bau-Holz-Betrieben angekommen. Wenn die Regierung jetzt nicht endlich ins Handeln kommt, wird die Kündigungswelle bis ins Jahr 2021 weitergehen.

Seit Monaten warnen wir vor Kündigungswellen im Herbst und fordern aktive Maßnahmen von der Bundesregierung. Leider wurden alle unsere Warnungen und auch fertigen Lösungsvorschläge von der Regierung nicht aufgegriffen. Die betroffenen Zulieferbetriebe mit ihren Beschäftigten und deren Auswirkungen sind noch gar nicht berücksichtigt.

Ein »grüner Marshall-Plan« und das Bausozialpartner-Konzept »BAUaktiv aus der Krise« liegen seit Monaten umsetzungsreif auf dem Tisch.
Bauverfahren und Vergaben müssen für 2021 beschleunigt werden und es müssen realistische Perspektiven für die nächsten Jahre geschaffen werden. Für die von Kündigung betroffenen Beschäftigten muss es rasch einen Sozialplan geben und eine Stiftung und eine Job-Börse gegründet werden. Über eine Jobbörse sollen regionale Betriebe ihre freien Stellen melden können. Denn es geht jetzt darum, so viele wie möglich rasch wieder in Arbeit zu bringen. Für die anderen muss es eine Stiftung und Umschulungsmaßnahmen geben.

Jetzt müssen wir alle Kräfte bündeln, parteipolitisches Hickhack und Polit-PR-Shows beenden, um neben der größten Gesundheitskrise auch die größte Rekordarbeitslosigkeit und Sozialkrise der Zweiten Republik aktiv bekämpfen zu können.

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